»'Tschuldigung, stört's dich, wenn ich kurz was hacke?«

Alexandra Reichart

Wer braucht schon Feiertage? Um das Konferenz- und Kongressjahr 2017 würdig abzuschließen, ergatterte ich eine Karte für den 34C3 (der jährliche Chaos Communication Congress des Chaos Computer Clubs) und bin mit meinem Rechner und dem Arduino samt Zubehör sowie ein paar fantastischen Menschen im Gepäck für die letzten Dezembertage nach Leipzig gefahren. Der Schwerpunkt lag bei diesen Kongresstagen nicht auf Weiterbildung im UX-Bereich, sondern auf dem großen Ganzen der digitalen und/oder hackbaren Welt.

Tuwat: Von Datenschutz, »Failed Artists« und Spaß mit LEDs.

Kurz zusammengefasst: Es war bunt, hell, facettenreich und riesengroß. 15.000 Menschen fanden in der Messe Leipzig Platz. Diese wartete mit 4 Sälen für Talks auf (wovon der Größte rund 4.000 Menschen fasst) und war des Weiteren vollgestopft mit Tischen, Podesten, Lichtinstallationen und vielen Menschen – umgeben von Rechnern oder Bastelsachen und koffeinhaltigen Getränken. Bastelkram und Spiele gab's übrigens auch für die anwesenden Kinder – zugegebenermaßen war ich etwas neidisch auf deren selbstgebaute Bobbycar-Bahn mit kleiner, steiler Abfahrtschanze.

Und was schaut man sich so an?

Natürlich ist es unmöglich alle Talks zu sehen. Dafür gab es aber einen Live-Stream bzw. gibt es nun alle Vorträge online zu sehen: https://media.ccc.de/c/34c3

Ich habe einen Großteil der gesellschaftskritischen Talks angeschaut. Davon gab es einige, zum Beispiel

All denen, die sich danach wehrlos und womöglich etwas deprimiert fühlen, empfehle ich noch folgenden Talk von Arne Semsrott anzusehen – über die Projekte und Mitmachmöglichkeiten bei »frag-den-staat.de«: https://media.ccc.de/v/34c3-8714-schreibtisch-hooligans

Und vielleicht einen Besuch bei der nächsten Cryptoparty, um die eigenen digitalen Geräte vernünftig abzusichern. Bin ich froh, dass bei mehrwert Themen wie Datenschutz und Security groß geschrieben werden.

Für andere digital-arbeitende Menschen empfehle ich übrigens Fefes Talk »Antipattern und Missverständnisse« – die ein oder andere Seite kommt euch bestimmt bekannt vor: https://media.ccc.de/v/34c3-9095-antipatterns_und_missverstandnisse_in_der_softwareentwicklung

»'Tschuldigung, stört's dich, wenn ich kurz was hacke?«

Außer den Talks und den wahnsinnigen, von der Community selbstorganisierten Assemblies, Workshops, kleinen Talks und anderen Veranstaltungen, ist mir vor allem die Leichtigkeit in Erinnerung geblieben, mit welcher ich an meinen eigenen Programmier-Projekten arbeiten konnte. Obwohl es überall laut, bunt und wuselig war, haben meine Freunde und ich uns immer wieder zurückziehen können, in die Menge gesetzt, Laptops rausgeholt und an unseren jeweiligen Projekten gearbeitet. Diese Nähe und der Austausch mit anderen Nerds und auch die Selbstverständlichkeit des einfach-Arbeitens-wenn-Inspiration-da-ist hat meine eigenen Projekte in den paar Tagen wirklich vorwärts gebracht – und die Inspiration und Motivation hält weiterhin an!

Bleibende Eindrücke

Der Congress lässt sich in seiner Vielfalt schlecht in einer Newsmeldung beschreiben, da die Eindrücke, das mitgenommene Wissen und die Erfahrungen bei jedem_r der 15.000 Besucher_Innen stark variieren werden. Die Messe Leipzig war das erste Mal der Veranstaltungsort. Und ich hoffe noch auf einige Verbesserungen, zum Beispiel mehr Sitzgelegenheiten, besseres Essen, mehr Arbeitsplätze zum einfach-Hinsetzen und noch viel mehr LEDs, aber unterm Strich gab es nicht viel auszusetzen.

Es lohnt sich – für hackende und für weniger hackende Menschen. Für die gesellschaftlich Interessierten unter uns auf jeden Fall; und für die, die programmieren, bauen, basteln, hacken, löten lieben oder lieben lernen wollen sowieso.  

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